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Neue Apothekenreform – Welche Auswirkungen ergeben sich für den Botendienst?

Die neue Apothekenreform sorgt bereits seit ihrer Vorstellung für Diskussionen innerhalb der Branche. Zwischen Chancen für eine stärkere Vor-Ort-Versorgung und Kritik an zusätzlichem organisatorischem Aufwand wird deutlich: Die geplanten Veränderungen könnten den Apothekenalltag nachhaltig verändern. Doch was bedeutet die Reform konkret – und welche Auswirkungen ergeben sich insbesondere für den Botendienst?

Was beinhaltet die neue Apothekenreform?

Mit der beschlossenen Reform verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die wohnortnahe Arzneimittelversorgung langfristig zu stärken und Apotheken stärker in die Gesundheitsversorgung einzubinden. Zu den zentralen Punkten zählen unter anderem:

  • Erweiterte Präventions- und Früherkennungsangebote in Apotheken 
  • Zusätzliche Impfangebote 
  • Erleichterungen bei der Fortführung bestimmter Arzneimitteltherapien 
  • Mehr Handlungsspielräume bei Lieferengpässen 
  • Eine stärkere Rolle der Apotheke als niedrigschwelliger Gesundheitsversorger 

Insbesondere die geplante Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen die Versorgung bei laufender Medikation aufrechtzuerhalten, sowie die Ausweitung pharmazeutischer Leistungen könnten direkte Auswirkungen auf die organisatorischen Abläufe in Apotheken haben.

Das ganze Gesetz könnt ihr hier nachlesen. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/detail/apovwg  

Kontinuität bei Langzeitmedikation gewinnt an Bedeutung

Ein zentraler Bestandteil der Reform ist die erleichterte Fortführung laufender Arzneimitteltherapien in bestimmten Versorgungssituationen. Gerade für chronisch kranke oder dauerhaft medikamentös versorgte Patientinnen und Patienten könnte dadurch ein deutlich effizienterer Versorgungsprozess entstehen.

Für Apotheken bedeutet das: Die Versorgung endet nicht am HV-Tisch – sie wird zunehmend als durchgängiger Prozess gedacht.

Müssen Patientinnen und Patienten bei einer bestehenden Langzeitmedikation künftig seltener zusätzliche Arzttermine organisieren, um ihre Therapie fortzuführen, entsteht ein spürbarer Zeitgewinn. Kommt ein gut organisierter Botendienst hinzu, vereinfacht sich der Ablauf zusätzlich.

Denn dann entfällt nicht nur unter Umständen der zusätzliche Weg zur Arztpraxis – auch der Weg in die Apotheke kann eingespart werden.

Gerade für ältere Menschen, chronisch Erkrankte oder mobilitätseingeschränkte Patientinnen und Patienten entsteht dadurch ein deutlich komfortablerer und effizienterer Versorgungsweg: von der Fortführung der Medikation bis zur Zustellung nach Hause.

Mehr Arbeitsaufwand – höhere Anforderungen an die Organisation

Mehr Aufgaben bedeuten auch mehr organisatorischen Aufwand.

Mit zusätzlichen pharmazeutischen Leistungen, neuen Versorgungsangeboten und steigenden Erwartungen an Service und Erreichbarkeit wächst die Belastung im Apothekenalltag. Gleichzeitig bleibt die personelle Situation vielerorts angespannt – Mitarbeitende müssen immer mehr Aufgaben in derselben Zeit bewältigen.

Umso wichtiger wird eine sinnvolle Aufgabenverteilung innerhalb der Apotheke.

Der Botendienst kann hierbei eine wichtige Rolle einnehmen und das Apothekenteam gezielt entlasten. Aufgaben rund um die Arzneimittelzustellung werden aus den internen Abläufen herausgelöst und planbar organisiert. Dadurch entstehen Freiräume für die persönliche Beratung, pharmazeutische Dienstleistungen und die direkte Betreuung von Patientinnen und Patienten.

Gerade vor dem Hintergrund neuer Versorgungsanforderungen gewinnt der Botendienst damit zusätzlich an Bedeutung – nicht nur als Service für Patientinnen und Patienten, sondern auch als organisatorische Unterstützung für die Apotheke selbst.

Denn je mehr Aufgaben Apotheken künftig übernehmen, desto wichtiger wird es, vorhandene Ressourcen effizient einzusetzen und Mitarbeitende dort zu entlasten, wo Prozesse sinnvoll unterstützt werden können.

Auch wenn die neue Apothekenreform den Botendienst nicht unmittelbar neu reguliert, könnten ihre Auswirkungen auf die tägliche Praxis deutlich spürbar werden.

Mehr Versorgungskontinuität, zusätzliche Leistungen und steigende organisatorische Anforderungen erhöhen die Bedeutung effizienter Prozesse – insbesondere auf der letzten Meile zum Patienten.

Für Apotheken könnte die Frage künftig nicht mehr lauten, ob der Botendienst optimiert werden sollte, sondern wie.


Welche Auswirkungen der neuen Apothekenreform werden Ihrer Meinung nach den größten Einfluss auf den Apothekenalltag haben – und welche Rolle spielt der Botendienst dabei? Schreibt’s in die Kommentare!

Danke für eure Aufmerksamkeit!Schaut für weitere Einblicke und Lösungen zur Optimierung eurer Lieferprozesse in der Apotheke auf unserer Website vorbei! Bis zum nächsten Mal! 

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