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🌡️ Versorgung vs. Sicherheit – Wie viel Risiko steckt im Arzneimittelversand?

Arzneimittel sind keine gewöhnlichen Produkte.
Ihre Wirkung hängt nicht nur von der richtigen Anwendung ab – sondern auch davon, wie sie gelagert und transportiert werden.

Gerade beim Versand stellt sich deshalb eine zentrale Frage:
👉 Kommen Medikamente unter den richtigen Bedingungen beim Patienten an?

Denn während der Arzneimittelversand immer mehr an Bedeutung gewinnt, rückt ein Thema zunehmend in den Fokus:
die Temperaturkontrolle.

⚖️ Unterschiedliche Anforderungen: Vor-Ort-Apotheke vs. Versandhandel  

Für Vor-Ort-Apotheken gelten klare gesetzliche Vorgaben.

Die Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) verpflichtet sie dazu, Arzneimittel unter kontrollierten Bedingungen zu lagern und zu dokumentieren. Dazu gehören unter anderem:

  • kontinuierliche Temperaturüberwachung
  • kalibrierte Messsysteme
  • dokumentierte Temperaturprotokolle

👉 Ziel ist es, jederzeit sicherzustellen, dass Medikamente innerhalb der vorgeschriebenen Temperaturbereiche gelagert werden.

Im Versandhandel ist die Situation komplexer.
Auch hier gelten grundsätzlich Anforderungen an die Qualität und Sicherheit, jedoch erfolgt der Transport über externe Logistikstrukturen, die nicht immer denselben pharmazeutischen Standards unterliegen.

Das führt zu einer zentralen Diskussion:
👉 Gibt es eine regulatorische Lücke im Versandprozess?

❄️ Was dabei oft übersehen wird  

In der öffentlichen Diskussion liegt der Fokus meist auf kühlpflichtigen Arzneimitteln.

Hier ist das Risiko offensichtlich:
Verlassen Medikamente den Bereich von 2 bis 8 Grad Celsius, kann ihre Wirksamkeit beeinträchtigt werden.

Deshalb existieren hierfür etablierte Lösungen wie temperaturgeführte Logistiksysteme.

Was jedoch häufig unterschätzt wird:

👉 Auch Medikamente im sogenannten Raumtemperaturbereich (15–25 °C) sind gefährdet.

📊 Die unterschätzte Gefahr bei „Raumtemperatur“  

Eine umfangreiche Untersuchung von trans-o-flex zeigt, wie groß dieses Risiko tatsächlich ist.¹

In verschiedenen Jahreszeiten wurden über 150.000 Temperaturmessungen in Lieferfahrzeugen durchgeführt. Dabei wurden alle 15 Minuten Temperaturdaten erhoben und mit den jeweiligen Außentemperaturen abgeglichen.

Die Ergebnisse sind eindeutig:

  • Bereits bei 16 °C Außentemperatur lagen in 10 % der Messungen die Temperaturen im Laderaum über 25 °C
  • Bei 23 °C Außentemperatur wurden Spitzenwerte über 50 °C gemessen
  • Bei 30 °C Außentemperatur sogar über 60 °C

👉 Das bedeutet:
Selbst bei scheinbar unkritischen Außentemperaturen können Medikamente deutlich außerhalb des zulässigen Bereichs transportiert werden.

Ein weiteres Problem zeigt sich in Umschlagzentren:

  • Temperaturen steigen im Tagesverlauf kontinuierlich an
  • Höchstwerte werden oft am Nachmittag erreicht
  • ohne aktive Klimatisierung sind Überschreitungen kaum zu vermeiden

👉 Entscheidend ist dabei nicht nur die Temperatur selbst, sondern die fehlende kontinuierliche Kontrolle und Dokumentation.

📉 Was bei Patienten ankommt  

Die Problematik ist nicht nur theoretisch.

Eine Umfrage zeigt, dass 11 % der Konsumenten bereits Medikamente erhalten haben, die direkt nach dem Kauf verändert oder unbrauchbar waren.

Interessant ist dabei die Verteilung:

  • 57 % dieser Fälle traten bei Käufen in stationären Apotheken auf
  • 21 % bei Online-Apotheken

Berücksichtigt man jedoch die Marktanteile, ergibt sich ein wichtiger Hinweis:

👉 Der Anteil beschädigter Medikamente scheint im Versandhandel überproportional hoch zu sein.

Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse:

👉 Verbraucher erwarten eine lückenlose Temperaturkontrolle und maximale Transparenz – unabhängig vom Vertriebsweg. ¹

⚖️ Versorgung vs. Sicherheit – ein wachsender Zielkonflikt  

Vor diesem Hintergrund entsteht eine zentrale Debatte:

👉 Was ist wichtiger?

  • flächendeckende Versorgung
  • oder maximale Sicherheit im Transport?

Der Versandhandel hat sich in den letzten Jahren als wichtiger Bestandteil der Versorgung etabliert.
Mehr als 26 Millionen Patient:innen nutzen diesen Weg regelmäßig – insbesondere:

  • chronisch Kranke
  • mobil eingeschränkte Menschen
  • Bewohner ländlicher Regionen

Kritiker warnen jedoch vor fehlender Kontrolle:

„Wer Arzneimittel bestellt, kauft eine medizinische Blackbox.“

Denn im Gegensatz zur Vor-Ort-Apotheke ist oft nicht nachvollziehbar:

  • welchen Temperaturen das Medikament ausgesetzt war
  • wie lange es transportiert wurde
  • ob Grenzwerte eingehalten wurden

Befürworter argumentieren dagegen:

Es gebe keine Hinweise auf strukturelle Sicherheitsprobleme, und strengere Vorgaben könnten die Versorgung gefährden oder verteuern. ²

Die zentrale Frage bleibt daher:

👉 Wie lassen sich Versorgungssicherheit und pharmazeutische Qualität gleichermaßen gewährleisten?

Denn am Ende geht es nicht nur darum, dass Medikamente ankommen –
sondern darum, dass sie auch wirken.

Bei apomap haben wir mit dem TempTracker eine Lösung entwickelt, um die Temperaturüberwachung im Botendienst zuverlässig abzubilden.

Die Tracker messen die Temperatur kontinuierlich während der gesamten Tour und können individuell auf den zulässigen Temperaturbereich eingestellt werden. Bei Abweichungen wird automatisch ein Alarm ausgelöst – sowohl in der apomap Software als auch in der Fahrer-App, sodass direkt reagiert werden kann.

👉 Gleichzeitig wird die Temperaturführung lückenlos dokumentiert und schafft damit eine Apothekenbetriebsordnung-konforme Lösung für die Vor-Ort-Apotheke.

📣 Was denkt ihr?  

Wie bewertet ihr die aktuelle Situation beim Arzneimittelversand?

👉 Ist die Versorgung über Versandapotheken unverzichtbar – auch wenn Risiken bestehen?
👉 Oder braucht es strengere Kontrollen, um die Qualität konsequent sicherzustellen?

Danke für eure Aufmerksamkeit!🤩 Schaut für weitere Einblicke und Lösungen zur Optimierung eurer Lieferprozesse in der Apotheke auf unserer Website vorbei! Bis zum nächsten Mal! 👋

¹ trans-o-flex, https://www.trans-o-flex.com/ueber-uns/studien-und-umfragen/

² APOTHEKE ADHOC, 25.03.2026 „Unverzichtbar“: Redcare-CEO warnt vor Aus für Versender  

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/markt/unverzichtbar-redcare-ceo-warnt-vor-aus-fuer-versender/#

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