Was früher eine Ausnahme war, ist heute Standard: Pakete, Lebensmittel oder Medikamente werden direkt nach Hause gebracht – oft am selben oder nächsten Tag. Dabei geht es schon lange nicht mehr nur um Komfort. Die sogenannte „Last Mile“, also die letzte Strecke zum Kunden, ist zu einem zentralen Bestandteil moderner Versorgung geworden und die Nachfrage steigt.
Hört sich erstmal gut an, steigende Nachfrage = längere Touren, weniger Kosten und mehr Effizienz für den Lieferanten. Oder?
Wir wollen der Frage nachgehen, ob mehr Lieferungen wirklich gleich immer besser sind oder ob diese womöglich Prozesse nur komplexer und ineffizienter machen.
📦 Ein Markt im Wachstum – und steigende Erwartungen
Die Last Mile wächst dynamisch. Besonders deutlich zeigt sich das bei schnellen Liefermodellen: Same-Day und Instant Delivery gehören zu den am stärksten wachsenden Segmenten, mit jährlichen Wachstumsraten von 36 % bzw. 17 %.¹
Parallel dazu verändern sich die Erwartungen der Kunden. Lieferung wird nicht mehr als Zusatzservice wahrgenommen, sondern als selbstverständlicher Bestandteil des Angebots.
Das führt zu einem klaren Trend:
- kürzere Lieferzeiten
- engere Zeitfenster
- höhere Anforderungen an Zuverlässigkeit
Die Last Mile wird damit nicht nur größer – sondern anspruchsvoller.
📉 Mehr Lieferungen bedeuten nicht automatisch mehr Effizienz
Auf den ersten Blick könnte man davon ausgehen, dass mehr Lieferungen auch zu effizienteren Prozessen führen. Schließlich steigt das Volumen, Touren lassen sich besser auslasten und Abläufe skalieren.
In der Praxis zeigt sich jedoch ein anderes Bild.
Studien belegen, dass steigende Nachfrage in der Last Mile häufig zu höheren Kosten, mehr Verkehr und geringerer Auslastung führt – insbesondere dann, wenn die Planung nicht Schritt hält.¹
Der Grund liegt in der Struktur der Last Mile selbst. Lieferungen sind selten standardisiert, sondern individuell:
- unterschiedliche Zielorte
- variable Zeitfenster
- kurzfristige Änderungen
- kleine Sendungsgrößen
Wenn diese Faktoren nicht systematisch geplant werden, entstehen typische Ineffizienzen: Fahrzeuge sind nicht optimal ausgelastet, Strecken werden mehrfach gefahren oder Zeitfenster nicht sinnvoll genutzt.
Mehr Nachfrage führt dann nicht zu besserer Effizienz – sondern zu steigender Komplexität.
Ein großer Faktor beim Botendienst ist vor allem: In vielen Apotheken wird die Tourenplanung noch immer manuell organisiert.
Routen entstehen aus Erfahrung, Bauchgefühl oder dem Wissen einzelner Mitarbeitender. Das funktioniert gut, solange die Anzahl der Lieferungen überschaubar ist. Mit steigender Nachfrage stößt dieses Modell jedoch schnell an seine Grenzen.
Denn je mehr Aufträge hinzukommen, desto komplexer wird die Planung. Wenn Touren weiterhin „im Kopf“ organisiert werden, entstehen typische Ineffizienzen:
- Wege werden nicht optimal kombiniert
- Fahrten überschneiden sich
- Zeitfenster werden nicht effizient genutzt
Das führt dazu, dass mit jeder zusätzlichen Lieferung nicht automatisch Effizienz entsteht – sondern häufig genau das Gegenteil:
👉 Die Kosten pro Lieferung steigen, statt zu sinken.
Der Grund ist einfach: Ohne strukturierte Planung wächst die Komplexität schneller als die Effizienz.
Der entscheidende Unterschied liegt deshalb nicht mehr darin, wie viele Fahrten durchgeführt werden, sondern wie gut sie organisiert sind.
👉 Nicht die Anzahl der Fahrer entscheidet – sondern die Qualität der Planung.
📊 Von Erfahrung zu datenbasierter Steuerung
Genau hier entsteht ein klarer Vorteil durch digitale Lösungen. Mit apomap lässt sich der Botendienst strukturiert planen und optimieren:
- intelligente Tourenplanung
- bessere Auslastung der Fahrten
- transparente Übersicht über alle Aufträge
- Auswertung über Analytics
Damit wird Planung nicht nur effizienter, sondern auch messbar.
⭐ Fazit: Die Last Mile wird im System entschieden
Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt deutlich: Mehr Nachfrage ist kein Selbstläufer.
Ohne strukturierte Planung führt sie schnell zu höheren Kosten, mehr Aufwand und ineffizienten Abläufen. Die eigentliche Veränderung der Last Mile passiert deshalb nicht auf der Straße, sondern im Hintergrund – in der Art, wie Touren geplant, Daten genutzt und Prozesse organisiert werden.
Gerade für Apotheken bedeutet das:
Botendienst bedeutet nicht mehr, ein Fahrer fährt immer seine übliche Route, sondern der Botendienst ist ein logistischer Prozess.
Und wie gut dieser funktioniert, entscheidet sich nicht daran, wie viele Fahrten durchgeführt werden – sondern wie gut sie geplant sind.

Danke für eure Aufmerksamkeit!🤩 Schaut für weitere Einblicke und Lösungen zur Optimierung eurer Lieferprozesse in der Apotheke auf unserer Website vorbei! Bis zum nächsten Mal! 👋
¹ World Economic Forum – The Future of the Last-Mile Ecosystem
https://www.weforum.org/reports/the-future-of-the-last-mile-ecosystem/


