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💡Lichter aus, Augen auf: Warum Apotheken jetzt protestieren müssen

Die geplante Apothekenreform der Bundesregierung sorgt für massiven Unmut. Was im Koalitionsvertrag noch wie ein Rettungsring für die Apothekenteams klang, entpuppt sich nun – laut Branchenvertreter:innen – als existenzielle Bedrohung. Statt wirtschaftlicher Stärkung droht ein Reformpaket, das die Versorgung weiter schwächt. Die ABDA reagiert mit einer bundesweiten Protestaktion, die ein deutliches Signal senden soll: Ohne finanzielle Stabilität gehen buchstäblich die Lichter aus.

🔍 Koalitionsvertrag vs. Realität: Die versprochene Stärkung bleibt aus

Im Koalitionsvertrag war klar formuliert: Apotheken sollen wirtschaftlich gestärkt werden. Nach über 13 Jahren ohne Anpassung des Fixums sollte endlich eine strukturelle Verbesserung kommen.

Doch die nun veröffentlichten Referentenentwürfe sprechen eine andere Sprache.

ABDA-Präsident Thomas Preis warnt eindringlich:

„Das Apothekenhonorar ist seit 13 Jahren eingefroren, das Apothekensterben nimmt kein Ende. Die Reform blendet die dringend notwendige Erhöhung des Fixums komplett aus.“

Die Kritikpunkte im Überblick:

  • Keine Erhöhung des Fixhonorars auf 9,50 Euro, obwohl fest zugesagt.
  • ❌ Künftige Honoraranpassungen bleiben unklar und unzureichend definiert.
  • ❌ Pläne zur Liberalisierung der Apothekenleitung gefährden pharmazeutische Qualität.
  • ❌ Weitere Änderungen – etwa bei Öffnungszeiten, Gleichpreisigkeit und Dienstbereitschaft – könnten das Netz weiter schwächen.

Preis fasst die Sorge prägnant zusammen:

„Die Reform gefährdet die qualitativ hochwertige Versorgung der Menschen in Deutschland.“

Statt Stabilität bringt der Entwurf neue Unsicherheit – und im schlimmsten Fall einen Dominoeffekt weiterer Schließungen.

Mehr dazu kannst du hier nachlesen.

🕯️ Protestaktion „Versorgungsblackout“: Am 17. Dezember gehen die Lichter aus

Nach zwei Monaten intensiver Diskussionen setzt die ABDA nun ein eindeutiges Signal: Die Apotheken machen das sichtbar, was politisch überhört wurde.

❗ Die Aktion im Überblick:

🗓 17. Dezember – am Vormittag, während das Bundeskabinett über die Reform berät 💡 Apotheken schalten für einen frei wählbaren Zeitraum alle Lichter aus – außer der Notbeleuchtung 📣 Ziel: „Erfahrbar machen, was es heißt, wenn die flächendeckende Versorgung wegbricht“ 📸 Dokumentation auf Social Media mit #Versorgungsblackout

Die zentrale Botschaft lautet:

„Ohne die im Koalitionsvertrag versprochene Honoraranpassung gehen bald in Hunderten Offizinen die Lichter endgültig aus.“

Die ABDA stellt zusätzlich Informationsmaterial für Teams & Kund:innen bereit, um die Protestaktion auch kommunikativ wirksam zu begleiten.

Mehr Informationen findest du hier.

📢 Protest in der Apotheke – ein seltenes, aber wirksames Mittel

Apotheken demonstrieren selten, doch wenn sie es tun, hat es Wirkung.

🔹 Beim bundesweiten Apothekenstreik 2023 kam es zu geschlossenen Offizinen – die Politik reagierte mit Gesprächeinladungen und Medienberichte erreichten Millionen.

🔹 Bei früheren Protesttagen führten symbolische Aktionen wie Rezeptstapel oder Mahnwachen vor Ministerien zu großer öffentlicher Aufmerksamkeit.

Warum das funktioniert?

  • Die Vor-Ort-Apotheke ist Teil des Alltags.
  • Ein „Ausfall“ wird sofort sichtbar – im Gegensatz zu abstrakten politischen Debatten.
  • Patient:innen verstehen intuitiv: Wenn hier etwas schiefgeht, betrifft es mich direkt.

Der „Versorgungsblackout“ knüpft genau daran an. Er zeigt, was die Politik offenbar übersieht: Apotheken sind systemrelevant – und aktuell systemgefährdet.

🏥 Warum dieser Protest notwendig ist: Die Apotheke vor Ort hält die Versorgung zusammen

Die Vor-Ort-Apotheke ist mehr als ein Abgabepunkt für Medikamente. Sie ist ein elementarer Bestandteil der Gesundheitsinfrastruktur:

  • Sie sichert eine wohnortnahe Arzneimittelversorgung – besonders im ländlichen Raum.
  • Sie überprüft Medikationen, erkennt Wechselwirkungen, schützt Patient:innen vor Fehlern.
  • Sie unterstützt ältere, chronisch kranke Menschen und übernimmt Aufgaben, die kein digitaler Dienst leisten kann.
  • Mit dem Botendienst sorgt sie dafür, dass auch Menschen ohne Mobilität versorgt bleiben.
  • Sie ist ein niedrigschwelliger, persönlicher Gesundheitskontakt – ohne Termin und jederzeit ansprechbar.

Und all das steht auf dem Spiel.

Die Politik fordert immer mehr Aufgaben – von Impfungen über Medikationsanalysen bis Prävention. Doch ohne solide Finanzierung wird die Apotheke vor Ort diese Verantwortung nicht tragen können.

⭐ Es geht nicht um Politik – es geht um Versorgung

Die Apothekenreform 2025 sollte eine Modernisierung sein. Stattdessen droht sie, das Fundament der Arzneimittelversorgung zu untergraben.

Der „Versorgungsblackout“ ist deshalb mehr als Protest. Er ist ein Hilferuf – und ein Weckruf:

🔔 Eine stabile Versorgung braucht stabile Apotheken. 🔔 Versprechen müssen eingehalten werden – besonders aus dem Koalitionsvertrag. 🔔 Ohne Honoraranpassung bricht ein System weg, das Millionen Menschen täglich brauchen.

Wenn Apotheken die Lichter ausschalten, wird sichtbar, was sonst im Verborgenen passiert: Ein Gesundheitswesen ohne die Vor-Ort-Apotheke ist undenkbar.

Danke für eure Aufmerksamkeit! 🤩 Schaut für weitere Einblicke und Lösungen zur Optimierung eurer Lieferprozesse in der Apotheke auf unserer Website vorbei! Bis zum nächsten Mal! 👋

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